Risikoampel Universität Vechta
ASP - Risikoampel - Vorwort
Die nachfolgenden fachlichen Empfehlungen sind Vorsorgemaßnahmen zur Verhinderung eines Eintrags von ASP in Hausschweinebestände. Gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen (auch nach SchweinehaltunghygieneVO) sind in roter Schrift hervorgehoben.

Die Empfehlungen umfassen nicht Maßnahmen der Früherkennung, auch gelten andere Vorgaben bei Eintritt des Seuchenfalls.
Als Hauptrisiko für den Eintrag von ASP wird der Mensch betrachtet, der das Virus über weite Strecken an seiner Kleidung (Jäger!), über Lebensmittel aus Risikogebieten (Schinken, Wurst etc.) oder durch nicht sichere Futtermittel (auch illegales Verfüttern von Speiseabfällen)  in den Bestand einträgt. Insbesondere Personen (Mitarbeiter) aus ASP-Risikogebieten, z.B. Osteuropa können den Erreger über Kleidung, mitgebrachte Lebensmittel oder Fahrzeuge in Wild- und Hausschweinpopulationen eintragen.
Von Wildschweinen geht ein direktes Eintragsrisiko aus, wenn diese ASP-infiziert sind.

ASP ist keine Zoonose - der Mensch kann sich nicht infizieren oder erkranken. ASP betrifft in Mitteleuropa ausschließlich Schweine.
 
Die Wahrscheinlichkeit eines Eintrags von ASP in einen Hausschweinebestand steht im Zusammenhang mit der Häufigkeit des Tier-, Personen- und Fahrzeugverkehrs auf dem Betrieb. Bei einem Mastbestand im Rein-Raus-Betrieb ist ein Eintrag weniger wahrscheinlich als bei mehreren Produktionsrichtungen. Entscheidend für das Schutzniveau sind jedoch die ergriffenen Maßnahmen zur Abschirmung. 
 

Dies ist die Version 1.0 der ASP-Risikoampel, veröffentlicht am 18.06.2019.
Barbara Grabkowsky & Maria Gellermann, Universität Vechta

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